| Passive Ölsperren (Eingrenzungssperren) |
Passive Ölsperren, bzw. Eingrenzungssperren, sollen die Ausbreitung und Verdriftung von Mineralölen, Mineralölprodukten oder von festen, auf der Wasseroberfläche schwimmenden Abfällen begrenzen und deren möglichst schadlose Sammlung und Beseitigung ermöglichen. Die Sperren müssen eine stabile Lage im Wasser bei Strömungs-, Wind- und Welleneinflüssen aufweisen. Die Schwimmfähigkeit muss über den vorgesehenen Einsatzzeitraum erhalten bleiben. Außerdem müssen die Sperren eine so große Festigkeit besitzen, dass sie die auftretenden Kräfte aufnehmen können. Gerade infolge der Einwirkung von Wellen können sehr große Zugkräfte entstehen.
BL-45, AR-70 und AR-85
Dies sind vertikale Sperren, d. h. die Schwimmelemente haben eine senkrechte Anordnung. Bei den vertikalen Sperren bildet die Sperrenschürze und der über die Wasseroberfläche ragender Teil der Sperre (Freibord) einen einzigen Körper. Die Sperrenschürze kann Stabilitätsprobleme verursachen, wenn die Sperre in Gewässern verwendet wird, wo stärkere Strömung vorhanden ist. Dank des guten Verhältnisses zwischen Gewicht und Auftrieb sowie der geringen Höhe der Sperre, ist die BL-45 aber in der Lage, die von der Strömung ausgeübte Kraft aufzunehmen, ohne zu kippen.
BO-20 / BO-35, bzw. BO-20 ASTM / BO-35 ASTM
20 cm ist der Durchmesser des zylindrischen Teils der Sperre (Freibord). Bei den zylindrischen Sperren, im Unterschied zu den vertikalen Sperren, sind der Freibord und die Sperrenschürze zwei getrennte Körper. Die Gesamthöhe der Sperre besteht aus Freibord + Sperrenschürze, z. B. Freibord 20 cm + Schürze 35 cm = Gesamthöhe 55 cm.
Die Sperren sind für Einsätze bestimmt, in welchen eine hohe Auftriebsreserve erforderlich ist. Wenn Unterwasser-Strömungen vorhanden sind, darf die Sperre nicht kippen.
Der Wirkungsgrad einer Sperre ist umso größer, je besser sich die Sperre der Wellenbewegung anpassen kann. Dies muss durch genügend Bewegungsfreiheit der Sperrensegmente untereinander und durch genügend große Auftriebsreserve gewährleistet sein. (Auftriebsreserve = wie viele Kilo man an die Sperre hängen kann, ohne dass diese unter Wasser geht.) Falls man die Sperren verwendet, um Abfall und Unrat zurückzuhalten, braucht man eine hohe Auftriebsreserve, da der Abfall (z. B. Holzstücke) sich vor der Sperrenschürze sammelt und somit die Sperre zum Sinken bringen kann. Grundsätzlich kann man sagen: je länger die Sperrenschürze, umso größer der Durchmesser des Freibords.
BO-, BO-20 ASTM-, BO-35 ASTM-, AR-Serie
Wegen der Sperrenschürze, die je nach Einsatz kürzer oder länger konstruiert werden kann (bis auf BO-20 ASTM und BO-35 ASTM), können zylindrische Sperren in Gewässern mit Strömung, niedriger Wassertiefe und vor allem im Bereich von flach auslaufenden Ufern besser eingesetzt werden. Die vertikalen Sperren (z.B. die AR-70 und AR-85) sind vorzuziehen, wenn ein steiles Ufer vorhanden ist, bzw. das Wasser gleich tief ist (Abgrenzung von Badestränden, Häfen, Docks usw.).
Sonderanfertigung / Zubehör
Alle Sperren (bis auf BO-20 ASTM und BO-35 ASTM) können als Sonderanfertigung je nach Anwendungsfall und operativer Anforderung hergestellt werden. Allerdings ist der Fertigungsaufwand bei den vertikalen Sperren wesentlich höher als bei den horizontalen Sperren.
Zubehörteile wie Befestigungsendstücke, Tragetaschen, etc. sind auf Anfrage erhältlich.


